Zentralhandelsgesellschaft Ost für landwirtschaftlichen Absatz und Bedarf mbH/Zentrale
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Geschichte des Bestandsbildners
Die Zentralhandelsgesellschaft Ost (ZHO) wurde auf Initiative des Beauftragten für den Vierjahresplan am 17.07.1941 gegründet. Sie war für die geschäftliche und technische Durchführung der Ernährungswirtschaft in den von Deutschland besetzten Gebieten der Sowjetunion zuständig. Zu Ihrem Aufgabenbereich im Einzelnen gehörte die zentrale Erfassung, Lagerung und der Transport der landwirtschaftlichen Produkte, die Betreuung der be- und verarbeitenden ernährungswirtschaftlichen Betriebe sowie die Versorgung der Landwirtschaft mit Produktionsmitteln und Bedarfsgütern. Die politische Lenkung der Ernährungswirtschaft lag für den Zivilbereich beim Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete bzw. seinen nachgeordneten Dienststellen und für den unter Militärverwaltung stehenden Teil beim Wirtschaftsstab Ost bzw. den Wirtschaftsinspektionen und -kommandos. Von hier erfolgten die wirtschaftspolitischen Anweisungen hinsichtlich der Ablieferungsmengen und ihrer Verwendung sowie der Führung der Treuhandbetriebe.
R 33-I
Zentralhandelsgesellschaft Ost für landwirtschaftlichen Absatz und Bedarf mbH/Zentrale
Schriftgut
379 Aufbewahrungseinheiten
Geschichte des Bestandsbildners
Bestandsgeschichte
Die als Bestand R 33 I früher im Bundesarchiv Koblenz verwahrten Unterlagen der ZHO sind 1977 im Zusammenhang mit der Übernahme der Abwicklungsbestände des Reichsnährstandes ins Bundesarchiv gelangt. Über den Zeitpunkt der Übernahme der als Bestand 34.02 im Zentralen Staatsarchiv der DDR verwahrten Unterlagen ins Archiv liegen keine Informationen vor.
Archivische Bewertung
Das vorliegende Findbuch umfasst sowohl die relevanten Akten der bis 1990 im Bundesarchiv Koblenz als Bestand R 33 I verwahrten Überlieferung als auch die früher im Zentralen Staatsarchiv der DDR als Bestand 34.02 verwahrten Akten. Um eine eindeutige Benutzbarkeit des Bestandes zu gewährleisten, wurde festgelegt, die Signierung des Koblenzer Teilbestandes beizubehalten und die Potsdamer Akten umzusignieren. Jede Aktensignatur wurde mit 1.000 addiert (Beispiel: alt 34.02/119 ist neu: R 33 I/1119).
Des Weiteren galt es die Findmittel zu vereinheitlichen, da beide Findbücher mit unterschiedlicher Klassifikation vorlagen. Aufgrund des stark dezimierten Umfangs war eine Klassifikation nach Geschäftsverteilungsplan nicht möglich. Daher wurde der Bestand nach Sachgebieten geordnet, wobei darauf geachtet wurde, einen inneren Zusammenhang herzustellen. Die Ordnung des Schriftguts innerhalb der Aktenbände wurde beibehalten.
Bestandsbeschreibung
Es handelt sich Restunterlagen sehr geringen Umfangs
Wichtig sind die verschiedenen Sammlungen der Anweisungen, Rundschreiben etc., die Arbeitsberichte und die Bilanzunterlagen
Dokumentiert wird vor allem die Rückführung und Verwertung des Räumungsgutes
Es kann davon ausgegangen werden, dass ein Großteil der Akten in Berlin bzw. in den verschiedenen Auslagerungsorten während oder kurz nach dem Krieg der Zerstörung zum Opfer gefallen sind.
Erschliessungszustand
Online-Finbuch R 33 I ANH.
Zitierweise
BArch R 33-I/...
[Literatur, Köller, Vera: Zur Rolle der Zentralhandelsgesellschaft Ost für landwirtscahftlichen Absatz und Bedarf mbH bei der Ausplünderung der besetzten sowjetischen Gebiete durch den deutschen Faschismus während des zwieten Weltkrieges. In: Der deutsche Imperialismus und der zeite Weltkrieg, Bd. 4, Berlin 1961, Czollek, Roswitha: Faschismus und Okkupation. Wirtschaftspolitische Zielsetzung und Praxis des faschistischen deutschen Besatzungsregimes in den baltischen Sowjetrepubliken während des zweiten Weltkrieges (Schriften des Zentralinstituts für Geschichte Bd. 39), Akademieverlag, Berlin 1974, s. 116 ff.]